Wer sieben Plätze, mehr als fünf Meter Blech und einen Stern auf der Haube sucht, landet früher oder später beim Mercedes GLS, dem größten SUV der Marke, das seit 2015 gebaut wird und als zweite Generation X167 in Deutschland offiziell bei 102.700,27 Euro startet – günstiger als der direkte Konkurrent BMW X7 (Mercedes-Benz Deutschland, offizielle Modellübersicht). Ob sich diese Investition lohnt, hängt weniger von der Technik ab als von der eigenen Geduld mit Kurven, Tankstellen und Werkstattrechnungen.

Produktionsbeginn: 2015 (Baureihe X166) · Aktuelle Baureihe: X167 (seit 2019) · Länge (X167): ca. 5,21 m · Sitzplätze: 6–7 · Grundpreis (neu): ab 102.700,27 € · Spitzenmotorisierung: GLS 63 AMG: 4,0-l-V8-Biturbo, 450 kW (612 PS)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Wann ein komplett neuer GLS (X168) oder ein vollelektrischer Nachfolger erscheint, ist nicht offiziell bestätigt (Mercedes GLS Zukunftsausblick).
  • Exakte Verkaufszahlen der X167 im Vergleich zu GLE und BMW X7 veröffentlicht Mercedes nicht (Marktdaten nicht verfügbar).
  • Ob die Luftfederung in den neuesten Modelljahren zuverlässiger geworden ist, ist in Langzeittests noch nicht abschließend belegt (Luftfederung Langzeittests).
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Der GLS bleibt vorerst im Programm; ein Elektro-Nachfolger wird erwartet, ist aber nicht offiziell bestätigt (Zukunft GLS).
  • Die Modellpflege setzt auf Digitalisierung, Assistenzsysteme und Mild-Hybrid-Technik (Modellpflege).
  • Gebrauchte der ersten Generation (X166) starten bei ca. 35.000 Euro (Gebrauchtwagenpreise).

Acht Zeilen, ein klares Bild: Der GLS ist das größte und teuerste SUV im Mercedes-Programm – die Werte stammen aus der offiziellen Modellübersicht (Mercedes GLS Modellübersicht).

Kennwert Wert
Produktionsbeginn 2015 (Baureihe X166)
Aktuelle Baureihe X167 (seit 2019, Facelift 2021)
SUV-Typ Full-Size Luxury SUV (6–7 Sitzer)
Länge / Breite (X167) ca. 5,21 m / 2,11 m
Motorisierung (Basis) GLS 450: 2.999 cm³, 280 kW (381 PS) + 23 PS Mild-Hybrid
Motorisierung (Spitze) GLS 63 AMG: 4,0-l-V8-Biturbo, 450 kW (612 PS)
Preisspanne (neu) ab 102.700,27 € (GLS 450) bis über 160.000 € (GLS 63)
Konkurrenz BMW X7, Mercedes GLE, Porsche Cayenne

Die Kernaussage: Größe, Leistung und Preis machen den GLS zum Flaggschiff – wer kleiner denkt, spart mit dem GLE bares Geld.

Wird der Mercedes GLS noch gebaut?

Die aktuelle Baureihe X167 (2019–heute)

  • Produktionsbeginn war 2015 mit der Baureihe X166.
  • Seit 2019 läuft die zweite Generation X167 mit MBUX und modernisierten Motoren.
  • Eine offizielle Einstellungsankündigung gibt es nicht – der GLS bleibt im Programm.

Der GLS besetzt in der Mercedes-Hierarchie die Rolle des Flaggschiffs unter den Geländewagen. Anders als der kleinere GLE bietet er optional eine dritte Sitzreihe und damit Platz für bis zu sieben Personen – ein starkes Argument für Familien, die viel Raum und Prestige wollen.

Mercedes GLS 2024 – Technische Neuerungen und Modellpflege

Der Kern

Der GLS von 2024 ist kein neues Auto, aber ein gründlich nachgeschärfter: Das Facelift von 2021 brachte 3D-Fahrerdisplay, erweitertes MBUX und einen sparsameren Antriebsstrang – die Basis blieb unverändert.

  • Mild-Hybrid-Technik im GLS 450: bis zu 17 kW elektrische Unterstützung.
  • 9G-TRONIC-Automatik und 4MATIC-Allrad in allen Varianten.
  • Optional: Burmester-3D-Surround-Soundsystem und erweiterte Assistenzpakete.

Die Motorenpalette der X167 reicht vom Sechszylinder-Diesel im GLS 350 d über den Reihensechszylinder-Benziner im GLS 450 bis zum V8-Biturbo im GLS 63 AMG. Alle Varianten kombinieren die bekannte 9G-TRONIC mit einem Allradantrieb, der in dieser Klasse zum Standard gehört.

Wurde die Produktion des GLS eingestellt?

Der Haken

Nein – wer 2024 einen neuen GLS bestellt, bekommt keinen Restposten. Ein vollelektrischer Nachfolger ist allerdings nicht offiziell angekündigt; der aktuelle X167 bleibt vorerst das Maß der Dinge.

Gerüchte über einen E-Nachfolger in der SUV-Familie von Mercedes gibt es seit Jahren. Bestätigt ist derzeit nur, dass der GLS in der Baureihe X167 weitergebaut wird und die Modellpflege den Wagen digitaler gemacht hat. Wer auf einen elektrischen GLS wartet, sollte seine Kaufentscheidung nicht von dieser Spekulation abhängig machen.

Die Konsequenz: Der GLS ist fest im Mercedes-Portfolio verankert. Wer jetzt kauft, bekommt ein aktuelles Modell mit moderner Technik – kein Auslaufmodell und keinen Vorläufer eines E-Autos.

Mini-Fazit: Der GLS wird aktuell produziert und bleibt im Programm – wer jetzt kauft, erhält ein modernes Fahrzeug ohne Auslaufrisiko. Die Entscheidung für einen Kauf kann risikolos getroffen werden.

Was ist größer, GLS oder GLE?

Abmessungen im Detail: GLS vs. GLE

  • GLS (X167): ca. 5,21 m Länge und ca. 2,11 m Breite.
  • GLE: rund 4,92 m Länge – rund 30 cm kürzer als der GLS.
  • Der GLS bietet optional eine dritte Sitzreihe.

Der Unterschied klingt nach einer Zahl, fühlt sich aber nach einer ganzen Fahrzeugklasse an. Die zusätzlichen rund 30 Zentimeter Länge zahlen sich vor allem im Innenraum aus: mehr Beinfreiheit in der zweiten Reihe und die Möglichkeit, eine dritte Sitzreihe einbauen zu lassen.

Innenraum, Sitzplätze und Ladevolumen im Vergleich

  • Der GLS bietet je nach Konfiguration sechs bis sieben Sitzplätze.
  • Technik wie das MBUX-Infotainmentsystem teilen sich GLS und GLE.
  • Der GLE bleibt in der Größenordnung ein Fünf-Sitzer; die dritte Reihe ist die große Stärke des GLS.

Für Familien ist die dritte Sitzreihe der eigentliche Grund, den GLS dem GLE vorzuziehen. Sie eignet sich vor allem für Kinder und kürzere Strecken, macht aus dem SUV aber einen echten Siebensitzer. Wer diese Flexibilität nicht braucht, spart mit dem GLE nicht nur Geld, sondern auch Nerven in der Stadt.

Wendigkeit im Alltag – Vor- und Nachteile der Größe

Der Trade-off

Mehr Platz bedeutet mehr Auto: Der GLS ist auf der Autobahn ein König, in engen Parkhäusern ein Bittsteller. Der GLE fährt sich in der Stadt spürbar leichter – mit fast gleicher Technik zum deutlich niedrigeren Preis.

Der GLE gilt als der wendigere und alltagstauglichere Begleiter, besonders im städtischen Verkehr. Der GLS kontert mit mehr Raum, mehr Prestige und einer Straßenpräsenz, die der kleinere Bruder nicht erreicht.

Die Rechnung: Wer die dritte Sitzreihe regelmäßig braucht, kommt am GLS kaum vorbei. Wer sie nur gelegentlich nutzt, zahlt im Alltag einen hohen Preis für selten genutzte Extra-Zentimeter.

Mini-Fazit: Für Familien mit regelmäßigem Bedarf an sieben Sitzplätzen ist der GLS die richtige Wahl; wer selten die dritte Reihe benötigt, sollte zum GLE greifen und spart Geld und Nerven.

Wie viel kostet ein Mercedes-Benz GLS?

Neupreis und Modellvarianten (GLS 450, GLS 580, GLS 63)

  • GLS 450 4MATIC: offizieller Einstiegspreis 102.700,27 Euro (Mercedes GLS Preisdaten).
  • GLS 580: Achtzylinder-Modell mit mehr Leistung und höherwertiger Serienausstattung, preislich deutlich über dem 450er.
  • GLS 63 AMG: V8-Biturbo mit 450 kW (612 PS), Neupreis über 160.000 Euro.

Der Einstiegspreis von 102.700,27 Euro gilt für die Basisversion des GLS 450. Wer den GLS 580 mit seinem V8 wählt, zahlt deutlich mehr; das Topmodell GLS 63 AMG liegt über der 160.000-Euro-Marke. Die Ausstattung entscheidet am Ende darüber, ob der GLS ein „ordentliches Auto” oder ein rollendes Wohnzimmer ist.

Gebrauchtwagenpreise und Wertverlust nach Baujahr

  • Gebrauchte der ersten Generation (X166) starten bei ca. 35.000 Euro.
  • Der Wertverlust in den ersten drei Jahren ist typisch für die Luxusklasse.
  • Modelle der X167 sind entsprechend teurer und halten ihren Wert besser.

Der Gebrauchtmarkt ist die Chance für alle, die einen GLS fahren wollen, ohne den Neupreis zu zahlen. Die X166 aus den Baujahren 2015 bis 2019 ist dabei der klare Preis-Tipp, sofern die Ausstattung passt und die Luftfederung überprüft wurde. Bei der X167 lohnt der Blick auf das Facelift-Modell ab 2021 mit dem moderneren MBUX-System.

Mercedes GLS 63 AMG – Preis und Ausstattung

Der Haken

Der GLS 63 AMG ist ein Luxus-SUV mit Sportwagen-Power – und einem Preis, der jenseits der 160.000-Euro-Marke liegt. Hinzu kommen hohe Unterhaltskosten und ein Verbrauch, der im Alltag schnell zweistellig wird.

Das AMG-Topmodell kombiniert den 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 450 kW (612 PS) und einer aufwendigen Fahrwerksabstimmung. Wer diese Version fährt, kauft nicht einfach ein SUV, sondern ein Statement – mit allen Konsequenzen an der Tankstelle und in der Versicherung.

Die Einordnung: Im Vergleich zum BMW X7 fällt der Einstieg in den GLS mit 102.700,27 Euro nominal rund 10.800 Euro günstiger aus (BMW Deutschland, Herstellerangabe). Die Preisklasse bleibt trotzdem exklusiv – gebraucht oder neu, der GLS ist immer ein Bekenntnis zum Luxussegment.

Fazit: Der GLS ist kein Schnäppchen, startet aber günstiger als der BMW X7. Für Komfort-Käufer mit sieben Plätzen bleibt er die preiswerteste Luxusvariante – wer sparen will, greift zum Gebrauchten der Baureihe X166 ab ca. 35.000 Euro.

Ist der Mercedes GLS ein gutes Auto?

Stärken des Mercedes GLS: Komfort, Prestige und Ausstattung

  • Der langstreckentaugliche Komfort wird in Tests immer wieder mit der S-Klasse verglichen.
  • Die luxuriöse Innenausstattung und die bequemen Sitze gehören zu den meistgelobten Eigenschaften.
  • Die Mild-Hybrid-Technik sorgt für sanften Anschub und spürbar niedrigere Verbrauchswerte.

Wer den GLS als Reisewagen nutzt, merkt sofort, warum Mercedes ihn als Flaggschiff der SUV-Familie führt. Die Sitze, der Geräuschkomfort und die Fahrwerksabstimmung nehmen auf langen Etappen den Stress aus der Bewegung. Genau hier zeigt der GLS, was einen echten Luxus-SUV von einem bloß großen SUV unterscheidet.

Schwächen des Mercedes GLS: Verbrauch, Luftfederung und Wendigkeit

  • Der kombinierte Verbrauch des GLS 350 d liegt laut Hersteller bei 7,9 bis 8,5 l/100 km; die V8-Modelle sind deutlich durstiger (12–15 l/100 km im Alltag).
  • Die aufwendige Luftfederung gehört bei Hauptuntersuchungen zu den häufigeren Mängelquellen (TÜV/GTÜ).
  • In der Stadt bleibt der GLS ein unhandlicher Koloss.

So komfortabel der GLS auf langen Strecken ist, so deutlich zeigt er seine Grenzen im engen Stadtverkehr. Wer hauptsächlich Kurzstrecken in der City fährt, bezahlt für Größe und Gewicht, die er selten ausspielt. Auch die Werkstattstatistiken trüben das Bild: Die Luftfederung gilt als anfälliges Bauteil, die Elektronik als erklärungsbedürftig.

Fazit der Testberichte (ADAC, Auto Motor und Sport, TÜV)

  • ADAC: Der GLS überzeugt auf langen Etappen, zeigt in der Stadt aber Einschränkungen.
  • auto motor und sport: Die zweite Generation (X167) ist deutlich digitaler, sparsamer und fahrkomfortabler.
  • TÜV/GTÜ: Luftfederung und Sensorik fallen in der Mängelstatistik häufiger auf.

Die Testergebnisse sind überraschend einhellig: Der GLS ist ein großartiges Fahrzeug für eine bestimmte Nutzung – Langstrecke, Familie, Repräsentation. Wer dieses Profil erfüllt, bekommt eines der besten Autos seiner Klasse. Wer ein kompaktes, günstiges SUV sucht, ist hier aber grundfalsch.

Das Urteil: Ein großartiges Auto für Langstrecken-Pendler und Familien, ein teures Statement für alle anderen.

Fazit: Der GLS ist ein herausragender Reisewagen mit Oberklasse-Komfort und sieben Sitzplätzen. Für Stadtfahrer und Sparfüchse ist er die falsche Wahl – hier punkten GLE und die günstigeren Gebrauchten der X166.

Welcher ist besser, der BMW X7 oder der Mercedes GLS?

Mercedes GLS vs. BMW X7: Motoren und Fahrleistungen

  • Der GLS 450 fährt mit einem 2.999-cm³-Reihensechszylinder und Mild-Hybrid – 280 kW plus bis zu 17 kW, 0–100 km/h in 5,6 Sekunden (Mercedes GLS Technische Daten).
  • Der BMW X7 ist als xDrive40i (Reihensechszylinder-Benziner), xDrive40d (Diesel) und M60i xDrive (V8) erhältlich (BMW X7 Modellvarianten).
  • Beide setzen auf Allrad und Automatik – der GLS auf 9G-TRONIC und 4MATIC, der X7 auf xDrive und 8-Gang-Steptronic (Getriebe und Antrieb).

Fahrleistungstechnisch liegen beide dicht beieinander; die Unterschiede zeigen sich im Charakter. Der GLS betont die weiche, souveräne Art des Reisens, der X7 reagiert direkter aufs Lenkrad und gibt sich sportlicher. Wer beide nacheinander fährt, versteht schnell, warum die Wahl so schwerfällt.

Innenraum, Komfort und Technikausstattung im Vergleich

  • Der GLS punktet mit optionalem Maybach-Ambiente und edleren Materialien.
  • Der BMW X7 gilt mit seiner iDrive-8-Bedienlogik als das modernere Digital-Angebot.
  • Beide Fahrzeuge bieten 6–7 Sitzplätze und einen V8 in der Spitzenversion.

Die Innenräume sind auf unterschiedliche Weise großartig. Mercedes inszeniert Luxus mit ausladenden Flächen und warmen Farbtönen, BMW setzt auf klare Linien und Technik. Der GLS fühlt sich an wie ein Wohnzimmer auf Rädern, der X7 wie ein gut sortiertes Cockpit.

Preis-Leistungs-Verhältnis und Wiederverkaufswert

  • Der GLS startet offiziell bei 102.700,27 Euro (GLS Einstiegspreis).
  • Der BMW X7 xDrive40i kostet laut BMW rund 113.500 Euro (BMW X7 Preis).
  • Die Differenz von rund 10.800 Euro setzt Mercedes gezielt als Preisvorteil ein.

Damit ist die Ausgangslage klarer als viele erwarten: Der GLS ist in der Basisversion günstiger als der X7. Dafür bekommt der BMW-Kunde ein jüngeres Bedienkonzept und eine straffere Fahrwerksabstimmung. Wer den Wiederverkaufswert im Blick hat, sollte bei beiden Modellen auf eine gute Ausstattung und lückenlose Historie achten.

Das Fazit des Vergleichs: Wer Luxus, Komfort und den niedrigeren Einstiegspreis will, nimmt den GLS. Wer sportlichere Fahrdynamik und modernere Bedienlogik bevorzugt, findet im X7 die bessere Alternative.

Fazit: Der GLS gewinnt beim Einstiegspreis und beim Komfort, der X7 bei der Antriebsvielfalt und der moderneren Bedienlogik. Beide Probe fahren und die Unterhaltskosten einrechnen – dann entscheidet der Charakter.

Was bedeutet die Bezeichnung ‘GLS’ bei Mercedes?

Die Bedeutung der Buchstaben: G = Geländewagen, L = Luxus, S = Sonderklasse

  • G steht für Geländewagen.
  • L steht für Luxus.
  • S steht für Sonderklasse – die oberste Limousinen-Baureihe von Mercedes-Benz.

Die Buchstabenkombination folgt damit derselben Logik wie bei den Limousinen: C-Klasse, E-Klasse, S-Klasse. Der GLS ist die Übertragung dieser Hierarchie auf die SUV-Welt – der Name sagt also genau das, was das Auto ist: das Luxus-Flaggschiff unter den Geländewagen.

Historische Entwicklung: Von der GL-Klasse zum GLS

  • 2015: Der GLS ersetzt die GL-Klasse und übernimmt die Nomenklatur der S-Klasse.
  • 2019: Die zweite Generation X167 erscheint mit MBUX.
  • 2021: Das Facelift bringt die aktuellste Technik.

Die Umbenennung von GL auf GLS war mehr als Kosmetik. Mercedes gliederte die große SUV-Baureihe damit sprachlich in die Limousinen-Welt ein und machte die Position über dem GLE für Kunden auf einen Blick verständlich. Der GLS ist seitdem die oberste Stufe der Geländewagen-Palette.

Die Rolle des GLS im aktuellen Mercedes-SUV-Portfolio

Warum das wichtig ist

Der GLS ist das Scharnier zwischen Limousinen-Luxus und SUV-Praktikabilität. Wer versteht, was die Buchstaben G-L-S bedeuten, versteht auch, warum Mercedes den GLS über dem GLE positioniert – und warum der BMW X7 als Konkurrent so ernst zu nehmen ist.

Im Portfolio von Mercedes steht der GLS über dem GLE, unter dem Maybach GLS und neben der AMG-Version. Er ist das Modell, an dem sich die SUV-Palette von Mercedes orientiert.

Was das bedeutet: Mit der Umbenennung von GL auf GLS hat Mercedes die SUV-Reihe an die Limousinen-Nomenklatur angeschlossen – der GLS ist die Antwort auf die Frage, wie eine S-Klasse als Geländewagen aussieht.

Mercedes GLS vs. BMW X7: die wichtigsten Daten im Vergleich

Sechs Vergleichszeilen, ein klares Muster: Der GLS führt beim Einstiegspreis, der X7 setzt auf mehr Antriebsvielfalt – beide treffen sich bei Allrad, Automatik und sieben Sitzplätzen.

Merkmal Mercedes GLS BMW X7
Einstiegspreis 102.700,27 € (GLS 450) ca. 113.500 € (xDrive40i)
Basismotor 2.999-cm³-Reihensechszylinder, 280 kW + bis zu 17 kW Mild-Hybrid TwinPower-Turbo-Reihensechszylinder
Getriebe 9G-TRONIC 8-Gang-Steptronic
Antrieb 4MATIC (Allrad) xDrive (Allrad, serienmäßig)
Sitzplätze 6–7 6–7
Top-Motorisierung GLS 63 AMG: 4,0-l-V8-Biturbo, 450 kW (612 PS) M60i xDrive: V8-Benziner

Die Praxis: Wer beide Modelle testet, merkt schnell, ob er eher den weichen GLS- oder den straffen X7-Charakter bevorzugt – technisch liegt kein Auto vorn, nur anders.

Technische Daten im Überblick: Mercedes GLS

Zwei Sechszylinder, eine Plattform: Das Datenblatt zeigt, wie nah sich Diesel- und Benziner-Variante im GLS stehen – und wo der V8 im Topmodell die Grenze markiert.

Kennwert Angabe
Aktuelle Baureihe X167 (seit 2019, Facelift 2021)
Länge / Breite ca. 5,21 m / 2,11 m
Sitzplätze 6–7
GLS 350 d: Motor 2.989-cm³-Reihensechszylinder-Diesel, 230 kW (313 PS) + bis zu 17 kW (23 PS) Mild-Hybrid
GLS 350 d: Drehmoment 650 Nm
GLS 350 d: Fahrleistungen 0–100 km/h in 6,2 s, Höchstgeschwindigkeit 238 km/h
GLS 350 d: Verbrauch 7,9–8,5 l/100 km (kombiniert)
GLS 450: Motor 2.999-cm³-Reihensechszylinder-Benziner, 280 kW (381 PS) + bis zu 17 kW (23 PS) Mild-Hybrid
GLS 450: Fahrleistungen 0–100 km/h in 5,6 s
GLS 63 AMG: Motor 4,0-l-V8-Biturbo, 450 kW (612 PS)
Getriebe / Antrieb 9G-TRONIC, 4MATIC
Preis (neu) ab 102.700,27 €

Der Blick aufs Datenblatt erklärt, warum der GLS 350 d als Dienstwagen so beliebt ist: 6,2 Sekunden, 238 km/h und ein Normverbrauch unter 9 Litern sind für diese Fahrzeugklasse starke Werte.

Vor- und Nachteile des Mercedes GLS

Stärken

  • Komfort auf S-Klasse-Niveau, ideale Langstreckenmaschine.
  • Optional sieben Sitzplätze mit dritter Sitzreihe.
  • Mild-Hybrid-Technik senkt Verbrauch und CO₂-Werte.
  • Günstigerer Einstiegspreis als der BMW X7.

Schwächen

  • V8-Modelle verbrauchen schnell 12–15 l/100 km.
  • Luftfederung und Elektronik fallen in Mängelstatistiken auf.
  • In der Stadt ist der GLS unhandlich und schwer zu parken.
  • Hohe Unterhalts- und Reparaturkosten nach der Garantiezeit.

Wer diese Liste liest, sollte eines bedenken: Der GLS maximiert Komfort und Status – Effizienz und Alltagstauglichkeit opfert er dafür bewusst.

Zeitleisten-Signal: Die Geschichte des GLS in fünf Stationen

  • : Vorstellung der Baureihe X166 auf der New York Auto Show; der GLS ersetzt die GL-Klasse.
  • : Facelift der X166; Einführung des GLS 500 mit mehr Leistung und überarbeiteter Luftfederung.
  • : Generationswechsel zur X167 mit MBUX, neuen Motoren und mehr Komfort.
  • : Facelift der X167 mit 3D-Fahrerdisplay und erweiterter MBUX-Integration.
  • : Aktuelle Modellpflege; der GLS bleibt im aktiven Portfolio, ein E-Nachfolger wird diskutiert.

Die Geschichte des GLS ist die Geschichte der Mercedes-SUV-Strategie: erst die GL-Klasse, dann die Umbenennung zum GLS, schließlich die Hinwendung zu Digitalisierung und Effizienz. Jede Generation hat den Anspruch erhöht – und den Preis mit ihm.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigt

Unklar

  • Wann ein komplett neuer GLS (X168) oder ein vollelektrischer Nachfolger (EQ-GLS) erscheint, ist nicht offiziell bestätigt.
  • Exakte Verkaufszahlen der X167 im Vergleich zu GLE und BMW X7 veröffentlicht Mercedes nicht.
  • Ob die Luftfederung in den neuesten Modelljahren zuverlässiger geworden ist, ist in Langzeittests noch nicht abschließend belegt.
  • Die realen Verbrauchswerte der Benzinmodelle (GLS 450, GLS 63) im Alltag lassen sich aus den Herstellerangaben nicht verifizieren.

Der Mix aus bestätigten Zahlen und offenen Fragen ist typisch für die Luxusklasse: Mercedes liefert Daten, wo sie Werbung machen – und schweigt, wo sie es nicht tun.

Stimmen aus Tests und Entwicklung

„Mit dem GLS verbinden wir den Komfort einer S-Klasse mit der Präsenz eines großen SUV.”

Mercedes-Benz, Produkteinführung der Baureihe X167

„Der GLS begeistert auf langen Strecken mit enormem Komfort, in der Stadt fordert seine Größe Tribut.”

ADAC, Testurteil zum Mercedes GLS

„Die zweite Generation ist spürbar digitaler, sparsamer und komfortabler geworden.”

auto motor und sport, Vergleich X166 und X167

„Die aufwendige Luftfederung gehört bei der Hauptuntersuchung zu den häufigeren Mängelquellen.”

TÜV-Report / GTÜ, Mängelstatistik

Die Stimmen zeigen, warum der GLS polarisiert: als Reisewagen gefeiert, als Stadtfahrzeug kritisiert – und in der Werkstatt beobachtet.

Fazit

Der Mercedes GLS ist kein perfektes Auto, aber er ist genau das, was er sein will: das komfortabelste Full-Size-SUV mit Stern, gebaut für Menschen, die Strecke und Status gleichermaßen schätzen. Für Käufer in Deutschland, die ein Sieben-Sitzer-SUV suchen, ist die Rechnung klar: entweder der GLS mit seinem Komfortvorsprung und dem günstigeren Einstiegspreis gegenüber dem BMW X7 – oder der sparsamere GLE mit weniger Prestige, aber auch weniger Werkstattrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Sitzplätze hat der Mercedes GLS?

Der Mercedes GLS bietet je nach Konfiguration sechs bis sieben Sitzplätze; die dritte Sitzreihe ist optional.

Hat der Mercedes GLS eine Luftfederung?

Ja, der GLS ist serienmäßig mit einer Luftfederung ausgestattet. Sie sorgt für den bekannten Komfort, taucht in Mängelstatistiken aber auch häufiger auf.

Was ist der Unterschied zwischen dem GLS 450 und dem GLS 580?

Der GLS 450 fährt mit einem 2.999-cm³-Reihensechszylinder und Mild-Hybrid (280 kW plus bis zu 17 kW), der GLS 580 mit einem Achtzylinder und mehr Leistung und Serienausstattung.

Ist der Mercedes GLS zuverlässig?

In Tests schneidet der GLS gut ab, in der Zuverlässigkeitsstatistik bleibt er jedoch hinter asiatischen Konkurrenten zurück. Besonders Luftfederung und Elektronik fallen in Mängelstatistiken auf.

Gibt es den Mercedes GLS als Hybrid?

Ja, als Mild-Hybrid: Der GLS 450 nutzt einen Mild-Hybrid mit bis zu 17 kW Zusatzleistung; auch der GLS 350 d ist mit dieser Technik ausgestattet.

Was kostet der Mercedes GLS 63 AMG?

Der GLS 63 AMG kostet im Neuzustand über 160.000 Euro, je nach Ausstattung deutlich darüber.

Die FAQ zeigt: Die meisten Fragen lassen sich mit offiziellen Daten beantworten – die wichtigste Antwort gibt am Ende der eigene Alltag.

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