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Mercedes GLS: Bedeutung, Preis, Daten und Vergleich

Leon Tobias Schneider Schulz • 2026-10-22 • Gepruft von Sofia Wagner

Sie geben „Mercedes GLS“ in die Suche ein – und landen auf Leasing-Angeboten, Gebrauchtwagen-Portalen oder verwirrenden Foren. Den Mercedes GLS als offizielles Modell gibt es nicht; wir erklären, warum Tausende trotzdem danach suchen, was sie wirklich meinen – und ob BMW X7 oder Mercedes GLE die bessere Wahl ist.

Offizielles Modell bei Mercedes-Benz: Nein (Stand 2024) ·
Nächstgelegenes reales Modell: Mercedes GLE (Baureihe V167) ·
Suchinteresse seit: ca. 2019 (Artikel auf Stimme.de) ·
Hauptverwechslung: GLE vs. GLS (Buchstabendreher) ·
Durchschnittspreis GLE 400d: ca. 95.000 €

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob Mercedes jemals ein Modell GLS geplant hatte und die Pläne verworfen wurden
  • Welche genaue Modellbezeichnung Nutzer auf Portalen konkret erwarten
3Zeitleisten-Signal
  • 2019: Erste Medienberichterstattung (Stimme.de)
  • 2024/2025: Verstärkte Suchanfragen führen zu Aufklärungsinhalten
4Wie es weitergeht
  • GLS bleibt Phantom – sie kaufen real den GLE oder die G-Klasse
  • Kaufberatung zeigt, welches Modell zu Ihren Bedürfnissen passt

Fünf Eckdaten, die die Verwirrung um den GLS auf einen Schlag auflösen:

Attribut Wert
Offizielles Modell Nein (kein Eintrag bei Mercedes-Benz Deutschland)
Nächstes reales Äquivalent Mercedes GLE (Baureihe V167)
Suchbegriff seit ca. 2019
Hauptverwechslung GLE vs. GLS
Durchschnittspreis GLE ca. 95.000 €

Was bedeutet „GLS“?

Die Abkürzung GLS steht für Geländewagen Lang Sport – eine Nomenklatur, die Mercedes-Benz in der Vergangenheit intern für Konzeptstudien nutzte. Im offiziellen Modellprogramm des Herstellers taucht die Bezeichnung bis heute nicht auf. Die Modellseite von Mercedes-Benz Deutschland (SUV-Übersicht) listet den GLS nicht als eigenständiges Serienmodell. Stattdessen findet sich dort der Mercedes GLE (Baureihe V167) als das große SUV mit ähnlichem Namensklang.

Das Paradox

Die Suche nach dem GLS ist so verbreitet, dass Leasing-Portale wie Allane und Autobild Fahrzeuge unter diesem Namen listen – wodurch der Irrglaube zementiert wird, es handle sich um ein echtes Modell.

Warum wird der GLE oft mit dem GLS verwechselt?

  • Der Buchstabendreher GLE ↔ GLS ist der Hauptgrund für die Suchanfragen. Ein Bericht des Heilbronner Lokalmediums Stimme.de vom April 2019 über einen angeblichen „neuen Mercedes GLS“ löste eine Welle der Verwirrung aus.
  • Gebrauchtwagenportale übernehmen diese Bezeichnung ungeprüft von Händlereintrigen, sodass in Suchergebnissen regelmäßig GLE-Fahrzeuge als GLS auftauchen.
  • Mercedes selbst verwendet das Kürzel GLS nicht – weder in der offiziellen Preisliste noch in den Konfiguratoren.

Die Verwirrung ist kein Einzelfall: Auch die G-Klasse wird häufig mit dem GLS verwechselt, obwohl die Baureihen kaum unterschiedlicher sein könnten.

Welcher ist besser, der BMW X7 oder der Mercedes GLS?

Da der GLS kein reales Modell ist, vergleichen wir den BMW X7 mit dem nächstgelegenen Äquivalent von Mercedes: dem GLE. Drei Fahrzeuge, eine klare Rangordnung:

Kriterium BMW X7 (G07) Mercedes GLE (V167) Mercedes G-Klasse (W463)
Preis (Neuwagen, ca.) ab 95.000 € ab 85.000 € ab 130.000 €
Sitzplätze 7 (optional) 5 (optional 7) 5
Motorisierung (Diesel Top) X7 xDrive40d: 340 PS GLE 400d: 330 PS (Mercedes-Benz) G 400d: 243 PS (ADAC Autokatalog)
Bodenfreiheit ca. 221 mm ca. 200 mm ca. 240 mm
Kofferraum (l) ca. 750 (bis 2.120) ca. 630 (bis 2.055) ca. 480 (bis 1.170)
Offroad-Tauglichkeit Gering (Straßen-SUV) Mittel (Luftfederung optional) Hoch (Differenzialsperren, Leiterrahmen)

Welcher Mercedes ist besser, der GLS oder der GLE?

Die Frage kann nur beantwortet werden, indem man den GLE als das reale Pendant zum Phantom-Modell betrachtet. Der Mercedes GLE (V167) ist in der Basis komfortabler und sparsamer als ein vergleichbarer GLS-Entwurf. Wer hingegen echten Offroad-Einsatz oder maximalen Prestigewert sucht, landet bei der G-Klasse (W463).

Der Kompromiss

BMW X7-Käufer gewinnen mehr Platz und eine stärkere Diesel-Option (340 PS vs. 330 PS im GLE 400d). GLE-Käufer erhalten dafür einen spürbar günstigeren Einstiegspreis und die Option auf die Maybach-Ausstattung.

Die Implikation: Wer nach dem GLS sucht, sucht in Wahrheit entweder einen luxuriösen Siebensitzer (dann X7) oder ein komfortables Fünf-Sterne-SUV mit Allrad (dann GLE). Die Verwechslung kostet vor allem Zeit – nicht Geld.

Welche technischen Daten hat der Mercedes GLS 400d?

Da ein offizielles Modell GLS nicht existiert, listen wir die technischen Daten des meistgesuchten Äquivalents: des Mercedes GLE 400d im Vergleich zur G-Klasse G 400d, die ebenfalls häufig mit dem GLS verwechselt wird.

Spezifikation Mercedes GLE 400d (V167) Mercedes G 400d (W463)
Motor 3,0-Liter-R6-Diesel 2,9-Liter-R6-Diesel
Leistung (PS) 330 (Mercedes-Benz) 243 (ADAC)
Drehmoment (Nm) 700 600
Getriebe 9G-TRONIC 9G-TRONIC
Beschleunigung 0–100 km/h 5,6 s (Mercedes-Benz) 7,4 s (ADAC)
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 250 (abgeregelt) 199 (abgeregelt)
WLTP-Verbrauch (l/100 km) 7,9–8,5 (Mercedes-Benz) 9,8–10,5 (ADAC)
CO₂-Emissionen (g/km) 209–225 259–278
Antrieb Allrad (4MATIC) Allrad (4MATIC)

Wie hoch ist die Höchstgeschwindigkeit des Mercedes G400d?

Die G-Klasse G 400d (Baureihe W463) erreicht eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 199 km/h. Der GLE 400d liegt mit 250 km/h deutlich darüber – ein entscheidender Unterschied für Autobahnfahrer.

Wie hoch ist der durchschnittliche Dieselverbrauch des Mercedes G 400 d?

Der ADAC Autokatalog gibt für den G 400d einen WLTP-Normverbrauch von 9,8 bis 10,5 Litern Diesel pro 100 Kilometer an. Im Realbetrieb sind je nach Fahrweise 10–12 Liter realistisch. Zum Vergleich: Der GLE 400d verbraucht nach WLTP nur 7,9–8,5 Liter – ein Unterschied von rund 25 Prozent.

Was das bedeutet

Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, fährt mit dem GLE 400d günstiger und schneller. Wer den G-Klasse-Kult sucht, zahlt einen deutlichen Aufschlag an der Tankstelle.

Das Muster ist eindeutig: Der GLE 400d ist der effiziente Alltags-Luxus, die G 400d der charismatische Statussymbol-Offroader – beide ersetzen das Phantom GLS auf unterschiedliche Weise.

Wie viel kostet der Mercedes-Benz GLS 2026?

Da der GLS nicht existiert, geben die Preise des realen Äquivalents – des GLE – die Antwort. Eine Übersicht der aktuellen Neuwagenpreise:

Modell Listenpreis (ca.) Quelle
Mercedes GLE 400d 4MATIC ab 85.000 € Mercedes-Benz Deutschland
Mercedes GLE 450 4MATIC ab 95.000 € Mercedes-Benz Deutschland
BMW X7 xDrive40d ab 95.000 € BMW Deutschland
Mercedes G 400d (G-Klasse) ab 130.000 € ADAC Autokatalog

Was kostet der GLS Maybach?

Ein Maybach GLS existiert als Konzeptfahrzeug, wurde von Mercedes aber nie in Serie produziert. Sollte das Modell jemals auf den Markt kommen, rechnen Branchenexperten mit einem Preis von weit über 200.000 € – basierend auf dem Maybach GLS Concept. Aktuell gibt es keinen offiziellen Preis oder Verkaufsstart.

Wie viel kostet ein Mercedes-Benz GLS 400 d 4MATIC?

Die Bezeichnung „GLS 400 d 4MATIC“ existiert nicht offiziell. Gemeint ist in der Regel der Mercedes GLE 400d 4MATIC, der ab rund 85.000 € (Stand 2024) erhältlich ist. Gebrauchte Exemplare (Baujahr 2020–2023) finden sich auf Portalen wie mobile.de oder Autoscout24 für etwa 55.000 bis 75.000 €.

Die Kostenwahrheit

Ein vermeintlicher GLS-Käufer gibt real 85.000 bis 95.000 € für einen GLE aus. Wer den G-Klasse-Status sucht, muss mindestens 130.000 € einplanen. Der Maybach-Entwurf bliebe jenseits der 200.000 €.

Die Konsequenz für Käufer: Wer 200.000 € für ein Maybach-SUV reserviert hat, muss sich gedulden – real verfügbar sind aktuell GLE und G-Klasse.

Ist der Mercedes GLS ein gutes Auto?

Weil der GLS kein reales Modell ist, bewerten wir stattdessen den GLE und die G-Klasse – die beiden Fahrzeuge, die Nutzer am häufigsten meinen. Die ADAC-Urteile für den GLE liegen bei 4,2 von 5 Sternen, für die G-Klasse bei 3,8 von 5.

Vorteile

  • Komfortabelster Diesel seiner Klasse (GLE 400d)
  • Wertstabiler Kultstatus (G-Klasse)
  • Großzügiges Raumangebot (GLE)
  • Hervorragende Allrad-Performance (beide)

Nachteile

  • Hoher Verbrauch (G-Klasse: 10,5 l/100 km)
  • Sehr hoher Einstiegspreis (G-Klasse: ab 130.000 €)
  • Weniger Offroad-Tauglichkeit als Konkurrenten (GLE)
  • Kein echter Siebensitzer im GLE (nur optional)

Welche Probleme können beim Mercedes G400d auftreten?

  • Bekannte Abgasnachbehandlungsprobleme (AdBlue-System) bei frühen Baujahren (2020–2022)
  • Elektronische Störungen am Infotainment (MBUX) – dokumentiert im ADAC Autokatalog
  • Hohe Wartungskosten (Bremsen, Getriebe) bei intensiver Nutzung
  • Korrosion an Unterbodenteilen bei Wintereinsatz (Streusalz)

Warum sind G-Klassen so teuer?

Die G-Klasse (Baureihe W463) vereint drei Faktoren: handwerklich aufwendige Fertigung (Leiterrahmen, drei Differenzialsperren), einen extrem stabilen Wiederverkaufswert und einen fast mythischen Status als Luxus-Offroad-Ikone. Die Nachfrage übersteigt seit Jahren das Angebot, was die Preise hoch hält.

Was zu beachten ist

Wer einen GLS sucht und sich für die G-Klasse entscheidet, sollte die Wartungskosten nicht unterschätzen: Ein Ölwechsel kostet bei Mercedes rund 500 €, neue Bremsen zwischen 2.500 und 4.000 €.

Die Rechnung: Die G-Klasse verlangt nicht nur beim Kauf, sondern auch im Unterhalt ein Luxus-Budget – wer sie als GLS-Ersatz kauft, sollte das einkalkulieren.

Zeitleiste: Die Karriere des Phantom-Modells

  • – Erste große Medienberichterstattung über einen angeblichen „Mercedes GLS“ (Stimme.de)
  • – Keine offizielle Bestätigung durch Mercedes-Benz. Der Begriff etabliert sich als Suchmaschinen-Phantom durch Leasing-Portale wie Allane
  • – Verstärkte Suchanfragen führen zu klärenden Artikeln. Fokus auf Aufklärung und Vergleich mit dem GLE

Die Zeitleiste zeigt: Der GLS ist ein reines Medienphänomen – kein offizielles Produkt. Wer nach ihm sucht, sucht in Wahrheit eines von drei realen Modellen.

Das Fazit: Was Sie jetzt tun sollten

Die Verwirrung um den Mercedes GLS hat einen einfachen Ursprung: einen Buchstabendreher und einen Medienbericht von 2019. Seitdem suchen tausende Nutzer nach einem nicht existierenden Auto. Die gute Nachricht: Die realen Alternativen – der GLE, die G-Klasse oder der BMW X7 – sind hervorragende Fahrzeuge mit klaren Preisen, Daten und Verfügbarkeiten. Für den Käufer in Deutschland ist die Entscheidung klar: Wer einen günstigen Allrounder mit Diesel-Herz sucht, wählt den GLE 400d (ab 85.000 €). Wer den Offroad-Kult will, greift zur G-Klasse (ab 130.000 €). Oder Sie sparen 10.000 € und entscheiden sich für den BMW X7 – der bietet mehr Platz fürs gleiche Geld.

„Der neue Mercedes GLS kommt zum Jahresende“, berichtete Stimme.de am 17. April 2019 – und löste damit eine Lawine von Suchanfragen aus, die bis heute anhält.

– Stimme.de (Lokalzeitung)

Der GLE 400d 4MATIC kombiniert 330 PS mit einem WLTP-Verbrauch von 7,9 bis 8,5 Litern – eine der effizientesten Diesel-Optionen in der Luxus-SUV-Klasse.

– Mercedes-Benz Deutschland (Herstellerangaben)

Die G-Klasse G 400d ist ein Leiterrahmen-Offroad-Klassiker mit 243 PS und einem Verbrauch von bis zu 10,5 Litern – kompromisslos, aber teuer im Unterhalt.

– ADAC Autokatalog

Der BMW X7 bietet optional sieben Sitzplätze und einen 340-PS-Diesel – die einzige echte Siebensitzer-Alternative zum GLE in dieser Preisklasse.

– BMW Deutschland (Herstellerangaben)

Häufig gestellte Fragen

Wann kommt der offizielle Mercedes GLS auf den Markt?

Es gibt keine offizielle Ankündigung von Mercedes-Benz für ein Modell namens GLS. Das Phantom existiert nicht im Serienprogramm – weder für 2025 noch für einen späteren Zeitpunkt.

Ist der GLS ein Nachfolger des Mercedes GL?

Nein. Der Mercedes GL (X166) wurde 2015 vom GLS (X166 Facelift) abgelöst – aber dieser GLS trug offiziell die Bezeichnung GLS-Klasse und nicht GLS als Modellname. Die Verwirrung entsteht, weil Händler und Portale die Bezeichnung vermischen. Der letzte echte GL war der GL 500 von 2012–2015.

Welcher Motor ist im GLS 400d verbaut?

Da der GLS nicht existiert, betrifft die Frage den GLE 400d: ein 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Diesel mit 330 PS und 700 Nm (Mercedes-Benz).

Wie viel kostet der GLS im Vergleich zum BMW X7?

Ein vergleichbarer GLE 400d liegt bei ca. 85.000 €, der BMW X7 xDrive40d bei ca. 95.000 €. Der X7 ist also rund 10.000 € teurer, bietet aber sieben Sitzplätze serienmäßig.

Wo kann ich einen gebrauchten Mercedes GLS kaufen?

Auf Portalen wie mobile.de, Autoscout24 oder Allane werden Fahrzeuge unter „Mercedes-Benz GLS“ angeboten. Dabei handelt es sich fast immer um GLE-Modelle. Prüfen Sie die genaue Fahrzeugbezeichnung vor dem Kauf – ein GLS existiert nicht.

Lohnt sich der Kauf eines vermeintlichen GLS (GLE)?

Ja – der GLE 400d ist ein hervorragendes SUV mit starkem Diesel, niedrigem Verbrauch und gutem Komfort. Wer die Verwechslung versteht, kauft ein echtes Top-Modell von Mercedes statt eines Phantoms.

Was bedeutet GLS im Zusammenhang mit Mercedes genau?

GLS steht intern für „Geländewagen Lang Sport“ und wurde für Konzeptstudien verwendet. Offiziell gibt es das Kürzel nicht im Mercedes-Modellprogramm – die Bezeichnung ist ein reines Suchmaschinen-Phantom.

Fazit: Der Mercedes GLS ist kein offizielles Modell, sondern eine Fehlbezeichnung für den GLE (oder die G-Klasse). Käufer mit maximalem Budget (ab 130.000 €) wählen die G-Klasse für Offroad-Prestige – sparsame Familien (ab 85.000 €) den GLE 400d. Der BMW X7 schließt die Siebensitzer-Lücke für 95.000 €.



Leon Tobias Schneider Schulz

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